Französisch lernen leicht gemacht…

„France Mobil“ zu Besuch im Sozialwissenschaftlichen Gymnasium (10/2017)

 

„Vous levez!“ Die Aufforderung von Léa Marchal, sich zu erheben, ist motiviert, ist engagiert, ist ebenso knapp wie freundlich – und vor allem: Sie ist, wie alles in den mit diesen Worten beginnenden neunzig Minuten, auf Französisch. „Je m’appelle Léa Marchal. Je suis francaise. J’habite à Stuttgart.“ Als zur Nachahmung empfohlene, freundlich animierende Aufforderung wirft sie der ersten Schülerin einen orangenen Würfel zu – die Vorstellungsrunde hat begonnen. Und so stellen sich die fünfzehn Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a und 3b zu Beginn etwas holprig, dann aber mit zunehmender Sicherheit der jungen Französin vor, die als Lektorin das Projekt „France Mobil“ an Grund-, Realschulen und Gymnasien Baden-Württembergs betreut.

Am Dienstag, den 17. 10. 2017 war das Projekt „France Mobil“ zu Gast im Sozialwissenschaftlichen Gymnasium des Kolping-Bildungswerks. Eingeladen hatte Frau Stern im Namen der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2. Mit Geschichten, Rollenspielen, Zeichnungen, Musikvideos und Literatur versuchte Léa Marchal, ganz Botschafterin ihres Landes und ihrer Sprache, Schülerinnen und Schülern einen Zugang zur französischen Kultur zu bieten, ja mehr noch: sie für unser Nachbarland zu begeistern. Denn immerhin: Französisch ist eine der meistgesprochenen Sprachen in der Europäischen Union. Französisch ist nach Englisch die Fremdsprache, die weltweit am häufigsten gelernt und unterrichtet wird. In 32 Staaten ist Französisch Amts- und Verkehrssprache. Französisch ermöglicht den Zugang zu einem der größten Arbeits- und Forschungsmärkte Europas. 2.200 französische Unternehmen haben in Deutschland, 3.200 deutsche Unternehmen in Frankreich investiert. Und insofern ist Französisch für jede Schülerin und jeden Schüler: eine Investition in die Zukunft!

Fremdsprachen erlernen fällt nicht allen Schülerinnen und Schülern leicht. Französisch zu erlernen ist aber nicht schwerer als andere Fremdsprachen – und dass es auch noch Spaß machen kann, bewies der Vormittag mit Léa Marchal, der zuerst die Jahrgangsstufe 2, später am Tag auch die Jahrgangsstufe 1 auf unterhaltsame Weise forderte. „Klar ist es anstrengend, sich nur auf Französisch auszutauschen“, meinte Jonathan Schmid aus der Klasse 3a am Ende, „aber es war auch lustig. Und interessant. Und in jedem Falle eine gute Erfahrung.“ hb